HAAS Schleifmaschinen: Gastgeber der deutschen Präzisionswerkzeugschleifer FDPW
18. Dezember 2009

FDPW empfiehlt, in schlechten Zeiten vorwärts zu blicken

Trossingen, 29. Oktober 2009
Der Fachverband Deutscher Präzisions-Werkzeugschleifer (FDPW) will auch in Zeiten der Krise seine Mitglieder ermutigen, den Blick auf die Zukunft zu richten. Die 10. Verbandsreise ging zur HAAS Schleifmaschinen GmbH in Trossingen, die auf einigen Gebieten des Schleifens zu den Technologieführern zählt.

Auch die Präzisionsschleifereien hat die Wirtschaftskrise deutlich getroffen. Die Unternehmen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, Werkzeuge für die Metall-, Holz-, Papier- und Kunststoffbearbeitung aufzubereiten, haben den Wirtschaftseinbruch umgehend und ohne Verzögerung zu spüren bekommen. Sehr stark betroffen waren Schleifereien, die für die Automobilindustrie und deren Zulieferer arbeiten – mit Einbrüchen um etwa 70 Prozent. Im Branchendurchschnitt betrug der Rückgang circa 45 Prozent.

Der Fachverband Deutscher Präzisions-Werkzeugschleifer (FDPW) will auch in den jetzigen schwierigen Zeiten seine Mitglieder anregen und unterstützen, vorwärts zu blicken und ihren Horizont zu erweitern. Zum Beispiel indem gerade jetzt die Einführung von Qualitätsmanagementsystemen und die Zertifizierungen nach ISO 9001/2000 angestrebt und durchgeführt werden. Auch die Aus- und Weiterbildungsangebote des Verbandes –zum Beispiel Zertifikatslehrgänge – sollen in der Krise helfen, sich besser aufzustellen. Nicht zuletzt hat der FDPW es sich zur Aufgabe gemacht, den Dialog zwischen seinen Mitgliedsfirmen und den Fördermitgliedern, in der Regel Zulieferer der Branche, zu fördern, einem Anliegen, dem auch der jährlich durchgeführte Besuch bei einer Zulieferfirma dient. Die zehnte Reise dieser Art führte dieses Jahr zur HAAS-Schleifmaschinen GmbH nach Trossingen, einem langjährigen Fördermitglied des FDPW. Die Firma HAAS ist mit ihren etwa 100 Mitarbeitern ein global tätiger Systemlieferant für komplexe Schleifaufgaben. Seine Leistungen umfassen die Entwicklung und Herstellung von High-End-Schleifmaschinen und das Aufsetzen von Schleifprozessen für viele Branchen, darunter die Werkzeugindustrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt. Die von Haas entwickelten und hergestellten Maschinen sind für die Bearbeitung komplexer Geometrien geeignet. Beim Bau von Schleifmaschinen für die Herstellung orthopädischer Implantate ist Haas international führend.

Die Teilnehmer der FDPW-Reise im Oktober zur HAAS Schleifmaschinen GmbH stellten übereinstimmend fest, dass sie aus dem Firmenbesuch eine ganze Reihe von Anregungen mit nach Hause nehmen können. So zeigte sich einer der Besucher beeindruckt von der Fertigungstiefe bei HAAS, wo von der Herstellung der Spindeln bis zur Steuerungssoftware alles im eigenen Haus entwickelt wird: „ Wenn Fehler auftreten, so hat man hier nur einen
Ansprechpartner, der alle Komponenten kennt und sie aufeinander abstimmt.“ Große Anerkennung fanden auch das hohe technologische Niveau der Multigrind®-Maschinen von HAAS und die vielen Sonderlösungen bei Maschinenausstattung und Schleifprogrammierung, die jeweils für den speziellen Schleifprozess konfiguriert und entwickelt werden. Gerade die Präzisionsschleifereien stehen vor der Herausforderung, dass immer präzisere und komplexere Werkzeuge nachgefragt werden, um Standzeiten, und Schnittgeschwindigkeiten zu erhöhen. Immer häufiger wird die Herstellung von Sonderwerkzeugen wie der Stufenbohrer verlangt. Hochpräzise Schleifmaschinen sind für diese Anforderungen unabdingbar. „Wir haben bei HAAS gesehen, was heute technologisch möglich ist“, so ein FDPWMitglied nach dem Besuch in Trossingen.
Jürgen Baldus, der Präsident des Fachverbandes Deutscher Präzisions-Werkzeugschleifer, zum Nutzen der FDPW-Veranstaltung: „Wir waren alle hochbeeindruckt von den Möglichkeiten der Firma HAAS, und dies gibt uns
Unternehmern wiederum Anregungen für die Entwicklungen im eigenen Betrieb. Zum Beispiel, dass man mit den entsprechenden Technologien auch neue Märkte, wie beispielsweise die Medizintechnik ins Auge fassen kann.“

Für die Zukunft setzt man beim FDPW auf einen deutlichen Aufschwung im Jahr 2010, nachdem im 2. Halbjahr 2009 bereits eine leichte Verbesserung der Auftragslage eingetreten ist. Aufgrund der Zurückhaltung bei Investitionen werden vor allem die Schleifmaschinenhersteller erst mit Verzug davon profitieren. Trotzdem erhofft sich die gesamte Schleifbranche wichtige Impulse von der GrindTec im Frühjahr kommenden Jahres.


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